Freundeskreis der

Artillerietruppe e.V.

Bild_ILU_2014

 Vom 6. bis zum 16. Oktober 2014 führten das Heer, die Streitkräftebasis, die Luftwaffe und der Sanitätsdienst der Bundeswehr auf den Truppenübungsplätzen Munster und Bergen gemeinsam die Informationslehrübung Landoperationen durch. Ziel dieser Lehrübung war es, das breite Fähigkeitsspektrum bei Landeoperationen, darzustellen. Mit realitätsnahen Bildern wurde die gesamte Bandbreite möglicher Intensitätsstufen im Einsatz anschaulich gemacht. Am 10. Oktober konnten 5 Mitglieder des Freundeskreises an der Lehrübung teilnehmen.

Im Folgenden ein kurzes Resümee durch einen der Teilnehmer:

Bis 8.30 war Anmeldung beim "Meldekopf" Lager Trauen, von wo es um 9.00 per Buskonvoi zur Tribüne auf dem Übungsplatz Munster Süd zum Übungsteil "Landstreitkräfte im Einsatz" ging. Nach der Struktur HEER 2011 wurde eine breite Palette der Geräte und Kräfte gezeigt, die den Kern der neuen Struktur des Heeres bilden. Eine umfangreiche Waffenschau von 9.30 -11.00 beeindruckte die Besucher. Die Vielzahl der aufgefahrenen Geräte und die Darstellung von Einsatzmöglichkeiten von Soldaten der angegliederten Brigaden überzeugte unter dem Leitsatz dieser Station: "Das Heer ist und bleibt Träger der Landeoperationen. Die Fähigkeit und der Wille zum Kampf sind Grundlagen für das Bestehen in allen Konflikten"

Von 11.30 - 12.30 wurde auf der Zabelshöhe der Punkt "Transport mit erweitertem Eigenschutz" dargestellt. Die Streitkräftebasis demonstrierte hier einen Nachschubeinsatz, der durch Partisanenkräfte angegriffen wurde. Die in der Truppengliederung vorhandenen unterschiedlichen Fahrzeugtypen reagierten bei dieser Einlage überzeugend. Eindrucksvoll war das Bemühen um die Bergung von verletzten Soldaten. Mit dem Einsatz der begleitenden Sanitätsfahrzeuge sowie des Abtransportes der Verwundeten durch Hubschrauber wurde der Auftrag erfüllt und die logistischen Kräfte konnten nach dem Bereinigen der Lage den Marsch fortsetzen. Dieser führte dann an der Tribüne vorbei und hinterließ somit einen nachhaltigen Eindruck von der Leistungsfähigkeit der Streitkräftebasis. Details zu den gezeigten Fahrzeugtypen wie Fennek, Dingo, Boxer oder Fuchs wurden dabei gegeben. Interessant war noch, daß in dieser Gliederung 4 SUV's enthalten waren, die bei Bedarf die Kontaktpflege mit Zivilisten übernehmen würden. FACIT dieser Station: "Die Streitkräftebasis ist - an der Seite ihrer Partner in der Bundeswehr, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft - kreativ, effizient, modern, im Einsatz erfolgreich".

Im Anschluss an diese Vorführung folgte auf dem Übungsplatz die Mittagspause, zu der für die Teilnahme am Nachmittagsprogramm auch die Verteidigungsministerin eingetroffen war. Für die Presse war ein Zeitfenster von 5 Minuten angesetzt, so dass der Tisch mit Frau von der Leyen entsprechend stark umlagert war. Durch 3 Eingänge mit unterschiedlichen Speiseangeboten war eine schnelle Abwicklung garantiert. Eine der Möglichkeiten war Veganern vorbehalten.

Pünktlich um 14.30 trafen wir auf dem Truppenübungsplatz Bergen, Schießbahn 1A ein, um der Nachmittagsveranstaltung Gefechtsschießen "Operation verbundener Kräfte" beizuwohnen. Hier erfolgten die Darstellungen Aufklärung, Häuserkampf, Panzerunterstützung sowie Haubitze 2000 und Mehrfachraketenwerfer im scharfen Schuss. Die einzelnen Aktionen wurden über die Tribünenlautsprecher und Fernseher erläutert und der Funkverkehr wurde live übertragen. Somit war ein guter Überblick über das Geschehen auf dem Gefechtsfeld gewährleistet. Auch hier wurde die Flexibilität der Sanitätsdienste unter Beweis gestellt. Der Einsatz der Bodentruppen wurde durch Kampfhubschrauber und Tornados unterstützt.

Umfassend wurde die sanitätsdienstliche Unterstützung dargestellt, um zu zeigen, dass deren zentraler Auftrag, die Gesundheit der Kameradinnen und Kameraden zu schützen, zu erhalten und wiederherzustellen, voll erfüllt wurde unter dem Leitsatz:"Wir sind ein dienstleistungsorientierter militärischer Organisationsbereich, der eine sanitätsdienstliche Versorgung der Streitkräfte im Einsatz gewährleistet, die im Ergebnis dem fachlichen Standard in Deutschland entspricht".

 Als Reserveoffizier, der vor 53 Jahren seinen Wehrdienst abgeleistet hat, war die hier sichtbar gewordene Entwicklung der Bundeswehr ein überzeugendes Erlebnis. Dass in den Medien die Leistungsfähigkeit der Streitkräfte oft einer zu kritischen Darstellung unterliegen, ist nicht gerechtfertigt, obwohl natürlich das Funktionieren der Truppe bei solchen Veranstaltungen anders zu bewerten ist als im Einsatz. Die mehrere hundert Personen umfassende Teilnehmerzahl wurde überwiegend durch aktive Soldaten, durch politische Prominenz und Beteiligte der Rüstungsindustrie geprägt. Alles in allem wurde der Eindruck einer gut ausgerüsteten und ausgebildeten, engagierten Truppe vermittelt.

 Nach Beendigung dieser Leistungsdarstellung dankte der Inspekteur des Heeres, Herr Generalleutnant Kasdorf, den beteiligten Einheiten für die gezeigten Leistungen.

Copyright © 2015 freundeskreis-artillerietruppe.de

Alle Rechte vorbehalten.

© Template JSW