Freundeskreis der

Artillerietruppe e.V.

Der „Freundeskreis der Artillerietruppe“ besuchte am 23. Mai 2014 das Haus Rheinmetall am Standort Unterlüß.  Dabei waren die Einblicke in die industrielle Versorgungskette, das „Knowhow“ und die Fertigungstiefe dieses mit Schwerpunkt praxisorientierten Besuchs beeindruckend und für die Teilnehmer des Freundeskreises besonders interessant.
Es wurde deutlich, dass die Panzerhaubitze 2000/L52 Rohr unverändert den Weltstandard in der Rohrartillerie darstellt. In der Rohrfertigung gewährleisten nur modernste Fertigungsverfahren die hohe Lebensdauer und Qualität  die Präzision und Sicherheit der Artillerie.
Der Puma, der fast fertiggestellt ist, ist derzeit das größte Beschaffungsvorhaben des Heeres. Er überzeugte mit  Leistungsprofil und Einsatzspektrum. Dieses System, welches im politischen Umfeld teilweise kritisch betrachtet wird, ist derzeit weltweit der einzige Schützenpanzer, der von Grund auf neu entwickelt wird und  grundsätzlich alle militärischen Forderungen und auch zivile Normen erfüllt.
Die Komplexität der Entwicklung ist eher mit der eines „Strahlflugzeuges“ zu vergleichen, als mit der herkömmlicher Landsysteme. Unsere Soldaten erhalten durch den Puma im Einsatz den besten Schutz, größtmögliche Mobilität und eine für die Panzergrenadiere überlegene Feuerkraft. Rheinmetall führte aus, dass in anderen westlichen Staaten ähnliche, weniger ambitionierte Neuentwicklungen gescheitert seien.
Rheinmetall stellte heraus, dass neben dem Leopard 2 und der PzH 2000 auch der Puma weltweit ein „benchmark“  für vergleichbare Waffensysteme sein wird.
Aber zu zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten und der sogenannten „Friedensdividende“, die durch die Bundeswehr zu erbringen sei, wurden im Vortrag auch  kritische Anmerkungen gemacht und hier u. a.  das Vorhaben „Mörserkampfsystem“  als Beispiel genannt. Das Dilemma stagnierender, deutscher Vorhaben und damit der Wegfall des bestmöglichen Referenzkunden, macht es der Industrie schwer, die so zwingend notwendigen, ausländischen Kunden zu erreichen.
Auch ist die deutsche Rüstungsindustrie in Zukunft noch stärker auf verlässliche und langfristige nationale Vorgaben von Politik und Streitkräften  für  ihre Vorhaben und für die Entwicklung angewiesen, um auch zukünftig im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.
In der Diskussion wurde herausgestellt, dass gerade die aktuelle  internationale Sicherheitslage deutlich macht, dass derzeit und auch in Zukunft eine international und europäisch ausgerichtete, deutsche Sicherheitspolitik, die sich auf gut ausgerüstete Streitkräfte abstützen kann, notwendig sein wird, um im Rahmen von UN, NATO und EU zum Frieden, zur Stabilität und zur Krisenbewältigung in der Welt ihren Beitrag zu leisten.
Abschließend wurde betont, dass alle Teilnehmer von der Professionalität der Führung, dem Leistungsstand von Rheinmetall und der internationalen Zusammenarbeit der Firma beeindruckt waren.
Der Vorsitzende des Freundeskreises, Generalmajor a.D. Ekkehard Richter, dankte Rheinmetall für die hervorragende Vorbereitung des Besuchs sowie für die besonders interessante Durchführung. Die Vorträge und die Vorstellung der Waffensysteme insbesondere der Anteil  Artillerie haben dem Freundeskreis einen hervorragenden Eindruck vom hohen Niveau und dem breiten Leistungsspektrum der Firma Rheinmetall gegeben.

Besuch_Rheinmetall

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