Freundeskreis der

Artillerietruppe e.V.

Oberst a.D. Rainer Hanisch

Auf Einladung der italienischen Artillerievereinigung (Associazione Nazionale Artiglierid´Italia) nahm eine Abordnung des Freundeskreises der Artillerietruppe, neben Delegationen aus Großbritannien, Frankreich, Österreich, San Marino und der Schweiz vom 21. bis 24. Juni 2018 in Montebelluna/Venetien am 30.Treffen der italienischen Artilleristen teil. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Gedenken an die Opfer des Alpenkrieges 1915 bis 1918.

Präsident französische Artillerievereinigung, Präsident FKA, Vertreter britische Artillerievereinigung

Das Programm umfasste Kranzniederlegungen in Montebelluna und umliegenden Ortschaften, die Eröffnung einer Ausstellung zum Gebirgskrieg mit anschließendem Empfang beim Bürgermeister von Montebelluna, einer Messe in der Kathedrale zum Gedenken an die Toten, die von Kardinal Gianfranco Agostino Gardin zelebriert wurde, einer zentralen Gedenkfeier am Ehrenmal in Montello mit Abordnungen der italienischen Artillerieverbände im Beisein einer großen Anzahl italienischer Generale und einer Ansprache des italienischen Inspekteurs des Heeres, sowie einer weiteren Zeremonie am Kriegerdenkmal in Montebelluna mit Kranzniederlegungen der internationalen Artillerievereinigungen.

Ehrenmal in Montebelluna

Den Abschluss bildete eine Parade unter der Schirmherrschaft des Inspekteurs des italienischen Heeres, General Graziano, in Anwesenheit zahlreicher Generale/Admirale allerTeilstreitkräfte, mit abschließendem Vorbeimarsch von ca. 3500 Teilnehmern.

Angetretene Abordnungen aus der Schweiz, San Marino, Österreich, Frankreich, Deutschland, Großbritanien

Für den Freundeskreis der Artillerietruppe legten am 22. Juni Brigadegeneral a.D. Hupka und Oberst a. D. Hanisch einen Kranz auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Feltre, in Anwesenheit des Bürgermeisters und einer Abordnung italienischer Artilleristen, nieder. Die Stadt im Gebiet der mittleren Piave war ein wichtiger Etappenort hinter der Front, als in den letzten Monaten des Jahres 1917 die deutsche und österreichisch-ungarische Offensive an der Piave und im Gebiet des stark umkämpften Monte Grappa und des Monte Tomba zum Stillstand gekommen war.
Der kleine und schön gelegene deutsche Soldatenfriedhof San Paolo di Feltre, der nach der in der Nähe gelegenen Kirche aus dem 16. Jahrhundert benannt ist, ist Ruhestätte für 271 Gefallene, davon 68 Österreicher. Steinkreuze aus rotbraunem Porphyr kennzeichnen die Gräber in der Rasenfläche.

Soldatenfriedhof Feltre

Am 23. Juni Tag legten alle Abordnungen vor der Gedenkstätte in Montebelluna, unter hoher Anteilnahme der Bevölkerung, Kränze nieder. Im Anschluss zelebrierte der Bischof von Treviso im Dom eine Messe zum Gedenken an die Toten.

Deutsche Delegation mit dem Bürgermeister von Feltre, dem Vertreter der italienischen Artillerievereinigung
und dem Führer des italienischen Ehrenzuges auf dem Friedhof in Feltre

Die würdevolle und gelungene Veranstaltung der italienischen Artillerievereinigung führte Teilnehmer aus ehemals verfeindeten Nationen zusammen, die heute partnerschaftlich zusammenstehen und seit mehr als 60 Jahren gemeinsam für den Erhalt des Friedens eintreten. Indiz für die sich weiterhin vertiefenden Beziehungen sind auch die von den italienischen und britischen Artillerievereinigungen angestrebten Partnerschaften mit dem Freundeskreis der Artillerietruppe.

 

 

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