Freundeskreis der

Artillerietruppe e.V.

Auf Einladung der FEDERATION NATIONALE DE L’ARTILLERIE nahm eine Delegation des FREUNDESKREISES DER ARTILLERIETRUPPE am 20. September 2017 an einer Gedenkzeremonie zu Ehren der Toten des 1. Weltkriegs auf dem Soldatenfriedhof in BLIGNY teil. Dort befinden sich auf voneinander getrennten Anlagen die Gräber von französischen, englischen, italienischen und deutschen Soldaten, die vornehmlich bei der 100 Jahre zurückliegenden letzten Großoffensive der Alliierten an der Marne gefallen sind. Vertreter der Artillerievereinigungen aus Frankreich, Großbritannien, Italien und Deutschland legten Kränze auf den Gräberfeldern nieder.

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Im Anschluss fand eine gemeinsame Veranstaltung an der zentralen Gedenkstätte statt, bei der die jeweiligen Präsidenten der Vereinigungen Ansprachen im Gedenken an die Toten des 1. Weltkriegs hielten. Dazu traten Abordnungen der französischen Artillerieregimenter und der Traditionsverbände mit ihren Truppenfahnen vor zahlreichen Gästen an. Ein Musikkorps des französischen Heeres spielte die Nationalhymnen der vier beteiligten Nationen, wobei die jeweilige Flagge gehisst wurde.

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Der Präsident des Freundeskreises der Artillerietruppe, Brigadegeneral a.D. Hupka, erinnerte in seiner Rede an die über 300000 französischen und deutschen Soldaten, die allein durch die Kriegshandlungen bei VERDUN in 300 Tagen ihr Leben verloren. Dabei erwähnte er besonders das deutsche Bombardement mit 1200 Geschützen zu Angriffsbeginn am 21. Februar 1916. Sein Resümee: „VERDUN steht bis heute als Synonym für die Grauen des Krieges“.

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Der Gegenwart zugewandt hob Brigadegeneral a.D. Hupka hervor, dass wir in Bligny nun nach einem langen Weg zur Freundschaft gemeinsam an den Gräbern stehen: „Diese Freundschaft ist lebendig und wird getragen von Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Militär und zahlreichen privaten Beziehungen. Häufig werden Frankreich und Deutschland als Motor der europäischen Einigung bezeichnet, und ich hoffe, dass dieser Motor durch intensive gemeinsame Pflege noch lange reibungslos läuft“.

Dazu leistet die Absichtserklärung zur Zusammenarbeit der deutschen und französischen Artillerievereinigungen einen weiteren Beitrag. Unterzeichnet wurde diese Erklärung von den beiden Präsidenten bei einem feierlichen Abendessen in REIMS im Beisein aller Delegationen.

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Oberst a.D. Rainer Hanisch

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